November 27, 2010

Im Sommer 2010 war ich mir nicht mehr sicher, ob das Leben, das ich lebte, das Richtige ist.
Vielleicht sollte ich mich doch normalisieren, dazugehören, ein richtiger Job, eine richtige Wohnung ein richtiges Leben.
Richtig für wen?
Eine Zigeunerin zu sein ist nicht immer leicht. Herausforderungen und Risiken, Ungewissheit, Angst.
Als ich einer französischen Reisebekanntschaft von meiner Versuchung nach Sicherheit berichtete schrieb er mir eine entsetzten Brief:

“Completely seriousness”, Are you crazy? Are you that down to think life is security?
May the smile of a child blow your “saved and good life”. Total freedom is the way to make it big. Listen to your heart and blow the rest away. You’re brilliant, you definitly can do it in BIG.
Just go Zoé. Just…go!

Und ich bin gegangen, weil mein Herz mir sagte, dass da draußen Etwas auf mich wartet. Etwas größeres als Sicherheit.
Ich bin noch lange nicht angekommen, aber angekommen bei dem Gefühl, dass ich richtig bin. Auf dem richtigen Weg. Der ein staubiger, einsamer, sonniger und aufregender ist.
Ich bin auf dem Kontinent, der mich gerufen hat.
Empfangen haben mich eine Menge Kinderaugen, die mich direkt ins Herz getroffen haben. Kinder von Opfern des Bürgerkrieges, Blumenkinder, erwachsene Kinder, ruhige Kinder, Schulkinder.
Jetzt weiß ich, was meine Reisebekanntschaft meinte. Ich nehme den großen Weg.